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Am 9. Februar 2002 um 13.30 Uhr war es wieder einmal soweit.
Der nun schon elfte, weit über die Marktgemeinde hinaus bekannte, "Breitenfurter
Faschingsumzug" fand wieder statt. Wie üblich hatten sich die Akteure
im Apfelbrunngraben, von wo der Umzug schon bei seiner Jungfernfahrt
startete, versammelt. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie
viele Breitenfurter weder Kosten und vor allem Zeit scheuen um mit den
teils sehr aufwändig gestalteten Wagen zu brillieren. Gesäumt von geschmückten
Straßenlaternen (lässt vor allem Nicht-Ortskundige nicht von der "Route"
abkommen) und privaten "Standln" bewegte sich der Tross langsam vom
Apfelbrunngraben auf der Hauptstraße, vorbei am Gasthaus Ulm, an dem
ehemaligen Kaufhaus Michalko und der ehemaligen Fleischerei Huber, um
dann beim Heiligen Johannes Nepomuk das letzte Stück über die "Allee"
den Piffl Platz zu erreichen.
Unter den zahlreichen Fahrzeugen befanden sich heuer auch
ganz aktuelle Themen wie "Harry Potter" und "Der Schuh des Manitu".
Nicht weniger einfallsreich ein Fahrzeug mit einer "kleinen Ausgabe"
des Breitenfurter Schiliftes und ein Flugzeug des Modelfliegerclubs.
Einen anderen Wagen zierten weiße Engerl. Wieder ein anderer hatte die
Funktion eines fahrenden Gefängnisses übernommen. Im Großen und Ganzen
kann man die heurigen Ideen als einfallsreich und das Ergebnis als gut
umgesetzt bezeichnen. Etwas deplaziert wirkten die Autos und Mopeds
als "Umzugsteilnehmer". Ebenfalls etwas störend sind die immer wieder
auftretenden großen Lücken zwischen den Wagen. Dieses Problem kannte
man schon vom "großen" Umzug, der bis hinauf nach Hochroterd fuhr. Da
waren der Stelzerberg und das Stück zwischen der Kreuzung Wolfsgrabenstraße
und Kreuzung Heger Stellen wo der "Zug" ziemlich auseinandergerissen
wurde. Man sollte aber meinen, dass es auf der stark verkleinerten Route
und bei der doch beeindruckenden Länge des Umzugs möglich wäre, den
Zug etwas mehr zusammenzuhalten.
Zum Wetter ist nur eines zu sagen. Einfach wunderbar mild.
Fast zu mild für "alte Haudegen" des Breitenfurter-Faschingsumzuges,
denn die ersten Umzüge, noch bis Hochroterd, fanden bei relativ strengen
winterlichen Wetterbedingungen statt. Die Vorstellung, dass dem einen
oder anderen diese herben äußeren Umstände vielleicht sogar fehlten,
sollte man gar nicht als so abwegig betrachten.
Dass der Faschingsumzug in Breitenfurt nach wie vor seine
Fans hat, zeigte das rege Publikumsinteresse deutlich. Wieder waren
viele Zuschauer, darunter auch viele Kinder, dem als Höhepunkt des Faschings
in Breitenfurt bekannten Spektakel gefolgt und gaben der Veranstaltung
das doch schon über viele Jahre hinweg bekannte Breitenfurter-Faschingsumzugs-Flair.
Wenn auch die bunt und lustig hergerichteten Wagen ihren
Dienst, am Kardinal Piffl Platz angekommen, verrichtet hatten, ging
es am "Kirchenplatz", wie schon in den letzten Jahren vergnüglich weiter.
Für so manchen Begeisterten bis spät in die Nacht.
Gratulation an die Veranstalter des Breitenfurter-Fachingsumzuges!
Gratulation aber vor allem an alle Mitwirkenden des Umzuges!
Ob in vielen Arbeitsstunden die Wagen umgebaut, hergerichtet und dekoriert
wurden oder ob mit viel Eifer die eine oder andere Maske angelegt wurde
um während des Umzuges für gute Stimmung zu sorgen - ohne diesen wunderbaren
Enthusiasmus aller die heuer wieder mitmachten, wäre eine Veranstaltung
dieser Größenordnung niemals möglich.
Von Johann
F. Janka
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