A Tribute to Creedence Clearwater Revival
DVD
bei amazon.de bestellen
CCR war eine der erfolgreichsten Rock & Roll Bands Ende der 60er
bis sie sich 1972 auflösten. Ihnen gelang schon damals das Kunststück,
daß sowohl die A-Seite als auch die B-Seite mancher ihrer Singels
auf Platz 1 in der Hitparade landeten. Vor ein paar Jahren gab
es eine Wiedervereinigung und eine Tournee, allerdings ohne ihren
Chef und Songschreiber John Fogerty.
Es ist kein Wunder, daß die Lieder einer derart erfolgreiche
Band oft gecovert wurden. Auf diesem Album sind die meisten bekannten
Beispiele dafür aus fast 3 Jahrzehnten zusammengestellt. "Born
on the Bayou" von der deutschen Gruppe "Six Was Nine" ist eine
mit blusiger Stimme vorgetragene, langsame Version. Jerry Lee
Lewis spielt "Bad Moon rising" überraschend als Country und nicht
wirklich überzeugend. "Lookin' out my Backdoor" von den Stray
Cats ist in ihrem typischen Sound gespielt, einer Mischung aus
Rock & Roll und Country was sich dann gern "Rochabilly" nennt.
Smokie spielen "Have you ever seen the Rain" auch in dem für sie
typischen Stil, und hier paßt es ausgezeichnet. Die Gruppe "Georgia
Satellits" bringt eine rockig, deftige Version von "Run through
the Jungle", und liefert damit eine der besten Beispiele auf dieser
Sammlung. "Green River" von Alabama ist ebenfalls gelungen, aber
ohne besondere Unterschiede zum Original. Red Rooster liefern
einen Instrumentalmix. "The Brandos" steuern gleich drein Titel
bei, alle interessante Variationen. Tom Jones singt "Lodi", wie
er fast alles singt, mit einer Menge Blasinstrumenten und insgesamt
nicht übel. "Sreamin' Jay Hawkins" Song "I put a Spell on you"
bildet eine Ausnahme auf dieser Sammlung, weil er nicht CCR cecovert
hat, sonden sie ihn. Emmylou Harris bietet eine rundum gelungene,
geradlinige Country-Version von "Bad Moon rising". "Pure Jade
Green" bringen ein klassisches aber nicht allzueng an das Original
angelehntes "Bootleg". "The Ventures" erinnern mit ihrem gitarrenlastigen
Instrumentalmedley von "Who'll stop the Rain" und "Bad Moon rising"
etwas an "The Shadows". "Lodi" von "The Cactus Brothers" kommen
aus der Countryecke. Rick Nelson spielt eine gelungene, aber allzu
gefällige Version von "Almost Saturday Night". "Penthouse Pauper"
von Molly Hatchet klingt, wenig überraschend, sehr nach Hardrock,
was in diesem Fall kein Nachteil ist. "Have you ever seen the
Rain" von Robert Vaughn ist eine sehr eigenwillige, langsame,
fast schwerfällige Interpretation. Und das Schlußlicht bildet
eine der wohl besten Coverversionen, die je eingespielt wurden.
"Proud Mary" von Ike & Tina Turner ist um mindestens eine Klasse
besser, als das Original.
Von Alfred Ohswald
|